 Foto: Thomas Geiger
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Hersbruck liegt inmitten der Frankenalb (in Klettererkreisen besser als Frankenjura bekannt).
Seine Umgegend hat durch die Schönheit der Landschaft und die Felsen als prägende Bestandteile
auch den Namen "Hersbrucker Schweiz" erhalten, während mit der "Fränkischen Schweiz" der
nördliche und nordwestliche Teil der Frankenalb bezeichnet wird.
An den aus Kalkstein bestehenden Felsen wird schon seit vielen Jahrzehnten geklettert.
Einen regelrechten Aufschwung erlebt der Klettersport seit den 70er- und 80er-Jahren mit
Einzug der Rotpunktkletterei, geprägt durch den Nürnberger Kurt Albert und Gefährten.
Diese Art und Weise zu klettern, nämlich zur Fortbewegung nur die natürliche Felsstruktur
und nicht die vorhandenen Haken zu benutzen, wird auch Freiklettern (neudeutsch:
"freeclimbing") genannt. Gekletterte Routen markierten sie mit einem roten Punkt am
Einstieg. Dieses "Freiklettern" wird fälschlicherweise oft als Klettern ohne Sicherung
(= free solo) verstanden. Selbstverständlich werden beim Freiklettern Seil und Karabiner
zur Sicherung verwendet.
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An den bekannten Felsen rund um Hersbruck, z. B. dem markanten "Riffler" im Pegnitztal, dem "Hohlen
Fels" über dem Happurger Stausee und den in einem romantischen Seitental versteckten "Kirchthalwänden"
im Albachtal gibt es zahlreiche Kletterrouten ab dem 3. Schwierigkeitsgrad (UIAA). Die Skala reicht
bis zum 11. Grad mit der Route "Action Direkt" am Waldkopf bei Krottensee, einer der schwersten
Kletterrouten der Welt, wenn nicht sogar der schwersten. Sie wurde durch Wolfgang Güllich 1991
erstbegangen.
Diese Felsen sind nur als Beispiele genannt. Einen genaueren Überblick erhält man unter dem Link
www.frankenjura.com.
Die zunehmende Popularität des Klettersports hat auch zu einer gewissen Reglementierung geführt.
Selbstverständlich verhält man sich in der freien Natur so, dass Tiere und Pflanzen möglichst
wenig beeinträchtigt werden. Kletterer speziell sollten sich an die Zonenregelung halten, die
durch IG Klettern und
DAV in Zusammenarbeit
mit den Naturschutzbehörden erarbeitet wurde:
| Zone 1 |
Kletterverbot |
Es dürfen keine Neutouren eröffnet noch alte Wege geklettert oder saniert werden |
| Zone 2 |
Status Quo |
Klettern ist im bisherigen Umfang bis zum Umlenkhaken erlaubt, aber keine Erstbegehungen |
| Zone 3 |
Freie Zone |
Erstbegehungen mit Umlenkhaken außerhalb der Vegetationszone möglich. |
Im Hirschbachtal
wurden durch die DAV-Sektion Noris bereits im Jahr 1928 mit dem "Norissteig"
und durch die Alpine Gesellschaft Höhenglück in den Jahren 1932-37 mit dem "Höhenglücksteig" richtige
Klettersteige eingerichtet. Gegenüber dem Norissteig erfordert der Höhenglücksteig besonders in seinem
dritten Teil wesentlich mehr Kraft, Ausdauer und Trittsicherheit und sollte nur gesichert begangen
werden.
Für alle "alpinen" Aktivitäten gilt, dass man sie nur mit genügender Ausbildung, Ausrüstung und
Erfahrung selbständig durchführen sollte. Neben professionell geführten Touren durch die in Hirschbach
ansässige Berg- u. Skiteam jura alpin kann man sich die notwendigen Kenntnisse
auch als Mitglied in der hiesigen DAV-Sektion aneignen.
IG Klettern
DAV
Hirschbachtal
Berg- u. Skiteam jura alpin
DAV-Sektion Hersbruck
Firma Protectours
Klettersucht
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