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Slow City-Projekt "Skulpturen-Ausstellung im Stadtraum Hersbruck" vom 19. April - 22. Mai 2002 Grußwort des Ersten Bürgermeisters der Stadt Hersbruck, Wolfgang Plattmeier, Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die konzeptionelle Idee, den gesamten Stadtraum als "Galerie" zu nutzen, hat mich von Anfang an begeistert. Als Mitte 2001 der Algersdorfer Bildhauer und Architekt Uli Olpp mit mir erstmals Kontakt aufnahm und mir von seiner Idee erzählte, hat er mich sehr schnell für die Durchführung gewinnen können. Unterstützt durch die Kulturstiftung der Sparkasse Nürnberg für den Landkreis Nürnberger Land haben Stadtverwaltung und Bildhauer dieses Projekt verwirklicht. Und so freue ich mich, dass vom 19. April bis 22. Mai 2002 im Stadtraum der Altstadt Hersbrucks 18 Skulpturen installiert werden. Interessant sind dabei die vielseitigen Auswirkungen, die diese Ausstellung für die Stadt haben kann und wird.
Zum einen ist natürlich der Aspekt des öffentlichen Interesses an dieser Aktion positiv zu bewerten. Zu erwarten sind Berichte und Reportagen in den unterschiedlichsten Medien. Dadurch gewinnt Hersbruck weiter an Aufmerksamkeit in der Region und in Deutschland. Im heutigen "Konkurrenzkampf" der Städte auf allen Ebenen ist der Bekanntheitsgrad nicht zu unterschätzen. Dass diese Aufmerksamkeit im Zusammenhang mit Kunst und Kultur erreicht wird, dient dem Image der Stadt und passt zu vielen anderen Aktionen und Projekten der Vergangenheit. Unser Ziel ist es, dass die Stadt Hersbruck und das Hersbrucker Land mit Kunst und Kultur identifiziert werden kann. Eine derartig umfangreiche Ausstellung eines Künstlers aus der Region im Ambiente unserer schönen, historischen Altstadt unterstützt dieses Bemühen außerordentlich.
Aber natürlich handelt es sich bei dem Projekt "Skulpturen-Ausstellung" im Stadtraum nicht nur um eine imagefördernde PR-Aktion. Die wesentlich und die - auch von mir persönlich - am meisten erwünschte Auswirkung zielt auf die Hersbrucker Bürgerinnen und Bürger ab. Durch die Installation von 18 Skulpturen direkt im Stadtraum werden Veränderungen in der Wahrnehmung der betroffenen Plätze und Straßen provoziert. "Den Stadtraum mit anderen Augen sehen" ist die eigentliche Intention die mich als Bürgermeister am meisten reizt. Vergleichbar mit Unternehmen oder Betrieben wo Angestellte und Beschäftigte mit der Zeit eine gewisse Betriebsblindheit entwickeln, tritt dieser Effekt auch bei den Bewohnern und Bürgern einer Stadt auf. Durch das zeitlich begrenzte Verändern verschiedener Bereiche Hersbrucks kann dies beeinflusst werden. Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger auf diese Weise die individuelle Besonderheit und Schönheit unserer Stadt wieder verstärkt wahrnehmen. Gerade deshalb wurden die Skulpturen nicht in gefälliger Weise in Parks oder in weniger auffälligen Bereichen aufgestellt, sondern so platziert, dass man das eine oder andere Mal den Eindruck hat, sie würden im Wege stehen. Ein wichtiges Ziel unserer Bemühungen unsere Stadt weiterhin "lebenswert" zu erhalten und im Sinne der "citta slow" diesen "Lebenswert" auch zu steigern, geht nur über das Bewusstsein ihrer Bürgerinnen und Bürger für die besondere Schönheit unseres Hersbrucks. Ich wünsche mir eine Diskussion - über die Skulpturen als solche, über die Orte, über die gesamte Kunstaktion. Gehen Sie auf eine Entdeckungsreise durch eine Stadt, die Sie schon lange zu kennen glauben - und lassen Sie sich überraschen. Ich danke der Kulturstiftung der Sparkasse Nürnberg für den Landkreis Nürnberger Land für die großzügige Unterstützung, ich danke den vielen Helfern, die diese Ausstellung möglich gemacht haben und ich danke vor allem dem Bildhauer Uli Olpp für seine Zusammenarbeit und sein Engagement. Ich wünsche der Ausstellung einen guten Verlauf. ![]()
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