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slowcity
 Projekte und Geschichte

Ernennung der ersten internationalen Slow City in Mittelfranken

Pressemitteilung vom 8. Mai 2001
Manuela Sillius,
SLOW FOOD Nürnberg,
Koordinatorin der Deutschen SLOW CITIES

Wenn Slow Food eine Bewegung ist, die in den Köpfen der Menschen wirken möchte, als Wahrer des Geschmacks, dann versteht sich das Projekt der Slow City als die Umsetzung dieser "Slow Food"-Philosophie in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und auf kommunaler Ebene. Slow City - Verbund der lebenswerten Städte - wurde 1999 in Orvieto von Bürgermeistern aktiver Slow Food-Städte ins Leben gerufen, zählt derzeit ca. 33 Mitglieder, davon alle in Italien und die Ziele sind im wesentlichen die Wahrung und Stärkung einer Regionalkultur auf der Grundlage der Agenda 21, somit also die Erhaltung der Vielfalt und einer eigenen Identität im Zeitalter der Globalisierung und Vermassung. Auf diese Weise möchte man ganz nah an den Bürgern einer Stadt ein neues Bewusstsein prägen, nämlich die Wertschätzung von qualitativ hochwertigen Regionalerzeugnissen, damit diese endlich aus ihrem Schattendasein befreit und nicht weiter als elitäre Randerscheinung betrachtet, sondern zum festen Bestandteil des alltäglichen Lebens werden.

Um zu vermeiden, dass das Prädikat "Slow City" zum Platzhalter für kommerzielle Interessen verkommt, verpflichten sich die Mitgliedstädte nicht nur zur strengen Einhaltung der festgelegten Kriterien, sondern auch zur aktiven Zusammenarbeit und zum Erfahrungsaustausch für die Entwicklung ganz neuer Ziele. Erstmals in der Geschichte von Slow City werden nun Grenzen überschritten und eine internationale Perspektive stellt sich ein. Auf Vermittlung von Slow Food Nürnberg ist es gelungen eine Reihe von Städten in Mittelfranken für diese Idee zu begeistern, in denen nicht nur die strengen Kriterien erfüllt sind, sondern auch eine große Offenheit auf der Ebene der "starken Köpfe" besteht. Allen voran natürlich die erste Slow City Hersbruck mit ihrem Bürgermeister Wolfgang Plattmeier, Herwig Danzer von den Möbelmachern als Vertreter von Handel und Gewerbe und natürlich Rainer Wölfel vom Naturschutzzentrum Wengleinpark als Vertreter des BUND.

Zur offiziellen Ernennung reist eine Delegation aus Italien nach Hersbruck an, bestehend aus Pietro Ottavio Fusco (Bürgermeister Positano), Marco Bagnasco (Stadtrat Levanto), Renzo Scarso (Gemeindevorstand San Daniele), Alberto Montebello (Koordinator Slow City), um an einem festlichen Dinner mit Bürgern der Stadt und Vertretern des öffentlichen Lebens teilzunehmen. Hierbei sollen auch erste Kontakte zu den Bürgermeistern der nächsten Slow Cities geknüpft werden, zu Original Regional (Ralf Birke) und der Region Nürnberg (Dr. Jörg Hahn), mit denen eine enge Zusammenarbeit für künftige Partnerstädte in Franken angestrebt wird. Ziel ist es in Franken ein engmaschiges Netz an Slow Cities zu schaffen, um als Slow Zone Franken auch international Akzente zu setzen. Die Franken mögen's eben slow...



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